Gemeinde Bleiburg/Pliberk lehnt Ansuchen des "Ehrenzugs" ab

(2019-04-23)

Der "Bleiburger Ehrenzug", Veranstalter des Gedenktreffens am Loibacher Feld/Libuško polje, bzw. sein langjähriger Obmann Ilija Abramović, hat zusätzliche 1.371 Quadratmeter Grund angekauft, angrenzend an die drei Hektar der bestehenden Gedenkstätte, die um Infrastruktureinrichtungen erweitert werden sollte. Sein Ansuchen auf Umwidmung in "Grünland-Gedenkstätte" wurde allerdings vom Bleiburger Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Überhaupt, so der Gemeinderat, sei das Gedenktreffen den Bürgern und Bürgerinnen "nicht mehr zuzumuten". Diese Einschätzung wurde von der Gemeinde auch der Bundesregierung mitgeteilt.

Gurker Diözese: "Distanz zu faschistischem Gedankengut"

(2019-03-19)

Wie jedes Jahr sollte auch diesmal die Messe am Loibacher Feld von einem kroatischen Bischof gehalten werden. Daraus wird nichts, die Veranstalter werden sich mit einem rangniedrigeren Priester begnügen müssen. Die Gurker Diözese bzw. die Katholische Kirche in Kärnten als - bei Mitwirkung eines Bischofs - zuständige Ortskirche hat nämlich das Ansuchen der kroatischen Bischofskonferenz um Genehmigung für die diesjährige Feier abgelehnt, "nach ausführlicher Analyse der Gedenkfeier 2018". Die Messe am Loibacher Feld sei, so Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger im Schreiben an die Kroatische Bischofskonferenz, "Teil einer Veranstaltung, die politisch instrumentalisiert und Teil eines politisch-nationalen Rituals ist, das einer selektiven Wahrnehmung und Deutung von Geschichte dient“. Das Gesamterscheinungsbild der Veranstaltung am Bleiburger Feld, so Guggenberger, schade dem Ansehen der Katholischen Kirche und sei vor allem auch dazu angetan, „der Katholischen Kirche in Kärnten im Falle einer Erlaubnis der Liturgiefeier zu Recht zu unterstellen, sie würde die Instrumentalisierung eines Gottesdienstes zu politischen Manifestationen dulden und die entsprechende Distanz zu faschistischem Gedankengut vermissen lassen“.